Samstag, Dezember 16, 2017
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Mit großem Interesse und guter Laune verbrachten die Jungen Frauen ihr Sommerseminar bei UTAMARA

Als Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V. haben wir vom 6.-11. August 2014 ein einwöchiges Sommercamp für junge Frauen unterschiedlicher kultureller Herkunft im Alter von 15-25 Jahren organisiert. Das Seminarprogramm an den Vormittagen umfasste unter anderem Gesellschaftlichen Sexismus sowie Handlungsperspektiven dagegen, Körperwahrnehmung, Selbstbewusstsein, Ethik und Ästhetik, „Schönheit“ in der kapitalistischen Moderne, Leben und Identität zwischen zwei Kulturen, sowie die Frage wie ein alternatives Leben aussehen kann? An den Nachmittagen fanden Freizeitaktivitäten statt. Dazu gehörten beispielsweise der Besuch historischer Orte sowie dem Friedensmuseum in Remagen und Spaziergänge durch die Natur zwischen Rheintal und Siebengebirge.

auf dem Rhein ...

... Gruppenbild ...

... Sketch zum Thema Gewalt

 

 

 

 

 

 

Die jungen Frauen haben insbesondere an den Seminaren sehr aktiv teilgenommen und mit großem Interesse die verschiedenen Themen diskutiert. Alle haben aus ihren Familien einen Bewussten Umgang mit ihrer kulturellen Identität und damit verbundenen Widersprüchen mitgebracht. Ihre Identität und Selbstwahrnehmung als Frauen war dagegen eher unhinterfragt. Dass es einen großen Unterschied zwischen den Generationen gibt, war eindeutig. Die hier aufgewachsenen jungen Frauen orientieren sich eher an einer europäischen Lebensart. Insbesondere ihre starke Bindung an technische Geräte wie ihr Handy und die Datenflut im „Informationszeitalter“ erschweren ihnen über Wissen hinaus, dem Leben in spürender und (mit) fühlender Weise Bedeutung zugeben. Die Junge Frauen teilten uns mit, dass sie sich stark unter Druck setzen und selbst schützen, um sich innerhalb des Systems von Familie nicht zu verlieren. Aus dieser Sorge heraus ist es ihnen wichtig, statt in jungen Jahren zu heiraten und keinen Beruf zu erlernen, gute Schulabschlüsse und eine Studium anzustreben.

 

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