Frauen vereint Euch gegen den Feminizid!

 Utamara e.V. setzte heute gemeinsam mit 50 Unterstützer_innen in der Bonner Innenstadt ein Zeichen gegen Morde und Gewalt gegen Frauen weltweit.

 Nein zur Gewalt an Frauen! Nein zum Massenmord an Frauen! Nein zum Feminizid!

 

Wir als Frauenbegegnungsstätte Utamara e.V. protestieren heute gegen die herrschende Vergewaltigungskultur, d.h. gegen Frauenmorde und gegen Vergewaltigungen die hier und weltweit massenhaft geschehen. Gewalt gegen Frauen geschieht heute nicht weniger als noch vor 20, 50, 200 oder 500 Jahren. Vorkommnisse aus letzter Zeit machen diese brutale Realität deutlich.

Im August diesen Jahres überfiel der IS die von vor allem ezidischen KurdInnen besiedelte Region Sengal in Nordirak. Offizielle Berichte sprechen von 5000 Frauen und Mädchen die vom IS entführt wurden, massenhaft vergewaltigt, umgebracht oder auf Sklavinnenmärkten wie ein Stück Ware als verkauft wurden. Im April entführte die brutale islamistische Gruppe Boko Haram in Nigeria 276 Schülerinnen und im Oktober weitere 30- Boko Haram sagt, sie mit Gruppenmitgliedern zwangsverheiratet zu haben. Im Iran wurde Ende Oktober Reyhaneh Jabbarin erhängt. Sie wurde zu Tode verurteilt, weil sie sich gewehrt hat, als sie ein Mann des Geheimdienstes vergewaltigen wollte und sie ihn in Notwehr erstach. Die russische Nachrichtenagentur Ria berichtet von einem Massengrab in der Ukraine, in dem 286 Frauenleichen gefunden wurden. Sie sollen Spuren von Vergewaltigungen aufweisen.Zuvor sollen 400 Frauen vermisst gewesen sein. Auch wenn es keine gesicherten Beweise dazu gibt, lässt die herrschende Realität, die herrschende Vergewaltigungskultur keine Zweifel daran, dass solche Verbrechen möglich sind.

Vergewaltigungen und Morde an Frauen sind keine speziellen Phänomene ausserhalb Europa's wie z.B. im Mittleren Ostens. Massenhafte Gewalt gegen Frauen kommt nicht nur in islamische geprägten Ländern vor, sondern ebenso hier, in den vorallem christlich geprägten Ländern der Europäischen Union. Auch hier in der BRD. Die vor zwei Wochen von ihrem Ehemann ermordete Pianistin Kate de Marcken aus Bonn ist nur eines von zahlreichen Beispielen.

Im Februar diesen Jahres belegte eine Studie der Agentur der Europäsichen Union für Grundrechte, dass 5 % aller Frauen in Europa von Vergewaltigung betroffen waren und sind. Das entspricht 9 Millionen 250 Tausend Frauen. Jede 3. Frau hat seit ihrem 15. Lebensjahr sexuelle und/oder körperlich Gewalt erfahren. D.h. 61 Millionen 380 Tausend Frauen sind davon betroffen – dazu kommen diejenigen Frauen, die als Kind Opfer von sexueller oder körperlicher Gewalt waren.

Warum ist das so? Warum ist Gewalt gegen Frauen und Vergewaltigungen so verbreitet? Was ist die Ursache dieser Vergewaltigungskultur?


Eine der hauptsächlichen Ursachen von Gewalt und Unterdrückung ist das Streben nach Macht. Vor allem in Kriegen ist die Vergewaltigung von Frauen eine strukturell und massenhaft eingesetzte Kriegswaffe durch Männer. Massenhaft werden Frauen vergewaltigt, wie andere durch den Einsatz von Waffen ermordet werden. Während der Massencharakter der hier in Europa passierenden Frauenmorde gar nicht gesehen wird, sondern oft als Einzeltat und Beziehungsdrama abgetan und Vergewaltigungen oftmals gar nicht gemeldet werden, wie die Studie der FRA zeigte, treibt der IS die herrschende Vergewaltigungskultur auf die Spitze und propagiert schamlos die in ihren Augen legitime massenhafte Versklavung und Vergewaltigung tausender Frauen.


Daher rufen wir heute als Frauenbegegnungsstätte Utamara e.V. insbesondere alle Frauen und alle sozialen Organisationen, feministische Bewegungen wie auch die Vereinten Nationen dazu auf, sich gegen die Verbrechen die an Frauen verübt werden, zu verhalten und sich gemeinsam gegen diese herrschende Realität zu wehren. Feminizid, d.h. der herrschende Massenmord an Frauen weltweit ist auch ein Genozid und muss als solcher anerkannt und entsprechend verhindert werden.

 

Frauen vereint Euch gegen den Feminizid!

Nein zum Feminizid!

Nein zum Massenmord an Frauen!

 

 

 

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19.07.2019 - 21.07.2019 Sommerfreitzeit für Kinder von 7- 13 J.

26.07.2019 - 01.08.2019 Mutter-Kind-Sommerfreizeit

 

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