Freitag, Oktober 20, 2017
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Özgecan Aslan wurde entführt, vergewaltigt, verbrannt und getötet. Diese grausame Tat zeigt uns wieder einmal, dass die Gewalt an Frauen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Es ist zu erkennen, dass im laufe der Zivilisationsgeschichte die Frau mit ihrem Platz in der Gesellschaft immer wieder als Ausbeutungsinstrument betrachtet jedoch zum heutigen Tage an ihrem Höchstpunkt angekommen ist. Jeder Tag ist geprägt von Nachrichten über Ermordungen an Frauen.

Die Gewalt an Frauen hat in der Türkei sowie in vielen weiteren Teilen der Welt einen deutlichen Zuwachs erreicht. Nach einer Studie, ist weltweit jede 3. Frau von Gewalt betroffen. Kurz gesagt, sind die Frauen in allen Lebensbereichen wie zu Hause, am Arbeitsplatz an verschiedenen Formen von Gewalt ausgesetzt. Es ist eine große Solidarität unter den Frauen notwendig. Wir dürfen nicht unterscheiden zwischen Religion, Rasse und Sprache, denn die Probleme, die wir haben, sind unsere gemeinsamen. Die Lösung für die Probleme können wir nur durch gemeinsame Unterstützung finden. Wenn eine Person unseres gleichen Geschlechts oder wenn ein anderer Mensch unterdrückt wird, dann sind wir nicht frei. Freiheit kann nur in einer freien demokratischen Umgebung existieren.

Wir verurteilen patriarchale Gesellchaftsstrukturen, die Diskriminierung und Ausbeutung der Frau und den Sexismus. Zugleich verurteilen wir zutiefst den brutalen Mord an Özgecan Aslan und rufen jede einzelne für einen gemeinsam Kampf auf.

 

Frauenbegenungsstätte UTAMARA e. V., 23.02.2015




 

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